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10 jähriges Jubiläum

19. Juni 2026

Zehn Jahre freiberuflich als Künstlerin und Kunstvermittlerin – ein Jahrzehnt, geprägt von meiner persönlichen künstlerischen Entwicklung sowie dem stetigen Austausch und den Begegnungen im Kontext vielfältiger partizipativer Projekte. Dabei haben sich meine künstleriche und kunstvermittelnde Praxis zunehmend gegenseitig beeinflusst und wachsen immer weiter zusammen.

Formate wie „Jeder Schnipsel zählt“ sind aus meiner künstlerischen Arbeitsweise des Collagierens heraus entstanden und wurden in den vergangenen Jahren mit unterschiedlichen Gruppen erprobt und vertieft – in Schulklassen, Teams, sozialen Einrichtungen und Stadtgemeinschaften.

Neben diesen partizipativen Prozessen haben mich auch Stipendien und Arbeitsaufenthalte geprägt, unter anderem in Japan und Armenien. Letzterer wurde durch ein Stipendium der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt ermöglicht, die meine künstlerische Arbeit auch darüber hinaus seit meinem Diplomabschluss durch Förderungen und Arbeitsstipendien regelmäßig unterstützt hat. Ebenso bedeutend für mich das Aufenthaltsstipendium der Stadt und Universität Vechta sowie das Stipendium der Cranach-Stiftung Wittenberg, die meine Arbeit in unterschiedlichen Phasen begleitet und erweitert haben.

Auch der Austausch mit anderen Kunstschaffenden und Interessierten im Kontext von Ausstellungen und künstlerischen Projekten ist ein wichtiger und stets bereichernder Bestandteil meiner Praxis. Wichtige Impulse erhielt ich dabei unter anderem durch die Teilnahme an der aquamediale 12 – Das Kunstfestival im Spreewald sowie durch Ausstellungen im Künstlerverein Walkmühle e.V. in Wiesbaden, bei Dornrosa e.V. in Halle und im KUNSTRAUM hase29 in Osnabrück.

Institutionelle und öffentliche Räume waren und sind immer wieder Austragungsorte meiner partizipativen Arbeitsweise – etwa im Händel-Haus Halle, in den Franckeschen Stiftungen zu Halle oder im Rathaus meiner Geburtsstadt Freiberg. Auch in den zahlreichen Schulprojekten lege ich den Schwerpunkt auf gemeinschaftliche Prozesse, beispielsweise in meiner regelmäßigen Zusammenarbeit mit der Förderschule Lernzentrum Halle-Neustadt.

Ein prägender Wendepunkt war die Geburt meines Kindes im Jahr 2020. Sie hat meine freiberufliche Arbeit, Zeitstrukturen und Arbeitsbedingungen nachhaltig auf den Kopf gestellt und mein Profil auf vielen Ebenen geschärft. Aus dieser Erfahrung heraus engagiere ich mich heute mit der Initiative Werk und Wippe für einen familienfreundlicheren Kunst- und Kulturbetrieb.

Wenn ich auf diese zehn Jahre zurückblicke, sind es aber nicht nur diese Meilensteine, sondern vor allem die individuellen Begegnungen und Momente des Austauschs, die meine Arbeit ausmachen und die ich sehr wertschätze. Jede Kooperation, jedes Projekt und jede gemeinsam verbrachte Zeit hat meine künstlerische Praxis geformt, erweitert und in Bewegung gehalten.

Dafür bin ich euch/Ihnen sehr dankbar – für das Vertrauen, die Gespräche und die gemeinsamen Prozesse. Ich freue mich auf Alles, was wir in den nächsten Jahren gemeinsam für die Kunst und Kulturelle Bildung entstehen lassen!

Mit einem herzlichen DANKESCHÖN!

Wiebke Kirchner

 

 

 

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